Statt Weihnachtskarten: Spenden für Nhapúpwè

Manchmal ist es gar nicht so leicht, die richtigen Worte und das richtige Maß zu finden. Unsere „Spenden für Nhapúpwè statt Weihnachtskarten“- Aktion ist ein Paradebeispiel.  Aus diesem Grund haben wir diesen Bericht in den letzten Tagen insgesamt drei Mal geschrieben. Im ersten Entwurf gab es eine Menge Zahlen und Vergleiche zwischen diesem und dem letzten Jahr. Dieser Bericht wurde der Seele dieses Projekts überhaupt nicht gerecht. Im zweiten Entwurf ging es um einen kleinen Jungen und eine wirklich sehr ans Herz gehende Geschichte. Aber es ist eben tatsächlich seine Geschichte – und soll es vielleicht auch bleiben. Abgesehen davon braucht Nhapúpwè keine Tränendrüsen-Geschichten, auch wenn es von denen wirklich eine Menge gibt, sondern überzeugt durch Taten und Erfolge. Die Nummer mit den Tränendrüsen überlassen wir in diesem Jahr der TV- Werbung von Saturn.

Der dritte Entwurf – also dieser – ist vielleicht am ehesten in der Mitte angesiedelt. Wie schon gesagt, gibt es auch in diesem Jahr keine Karten und Präsente für unsere Geschäftspartner, sondern eine Spende für Nhapúpwè. Wir unterstützen dieses Projekt seit Jahren und werden immer stolzer Teil dieser Geschichte zu sein. Noch immer ist der Grundgedanke die Förderung der Vorschulbildung in Mosambik. Derzeit besuchen 60 Kinder die Vorschule und 119 Kinder die Grundschule. Hinzu kommen 25 Lehrer, Erzieher etc etc. Inzwischen ist das Ganze aber deutlich umfangreicher geworden.

Alles wächst

Der Ausbau des Kindergartens wurde inzwischen abgeschlossen. Auch wenn die neuen Räume des Kindergartens Platz für 40 Kinder bieten, wurde die Zahl der Kinder nur um 15 Neuzugänge erhöht. So können die behutsame Eingewöhnung der Kinder und die gleichbleibend hohe Qualität der Erziehung gewährleistet werden. Die Grundschule läuft weiterhin mit einer Klasse pro Jahrgang und in diesem Jahr werden zum zweiten Mal Fünftklässler verabschiedet, die sich dann in staatlichen Schulen einschreiben. Es wird also weiterhin fleißig daran gearbeitet Nhapúpwè größer und stärker zu machen, Erzieher und Lehrer auf den Nhapúpwè-Weg zu bringen und somit einen riesigen Beitrag zur grundlegenden Bildung der Kinder zu leisten.

Nhapúpwè macht Schule

Schon 2015 war der Ministerpräsident der Provinz vor Ort und hat sich Nhapúpwè angesehen. Da die Erzieher- und Lehrerausbildung und dementsprechend auch die Arbeit mit Kindern in Mosambik im Normalfall deutlich anders, weniger kind- und bedürfniszentriert ist, war das ein wirklich wichtiger Schritt. Inzwischen geht das Ganze noch viel weiter.

Partnerschaft mit Unicef

In Partnerschaft mit Unicef hat Nhapúpwè Ausbilder von Lehrerfortbildungsinstituten (IFP) und Grundschullehrer in der Produktion und Anwendung von didaktischen Materialien geschult. Nur um das noch einmal zu verdeutlichen: Nicht die Nhapúpwè- Lehrer wurden geschult, sondern sie selbst haben ihr Wissen und ihre Pädagogik weitergegeben. Eine Delegation von „Save the children“ war in diesem Jahr ebenfalls vor Ort um Erfahrungen im Bereich frühkindlicher Bildung auszutauschen und Möglichkeiten der Kooperation zu besprechen. Eine Gruppe der Organisation „Handicap“ besuchte Nhapúpwè um den hier praktizierten und entwickelten Arbeitsansatz kennenzulernen, Anregungen zu sammeln und mögliche Kooperationsbereiche zu beleuchten.

So viel zu den Fakten. Wir  sind in sehr regelmäßigem Kontakt mit Gesine, der Projektleiterin von Nhapúpwè, wobei kaum ein Wort ihr so wenig gerecht wird, wie das klinische Wort „Projektleiterin“. Obwohl Gesine im Moment in Deutschland ist, merkt man doch in jedem Gespräch, in jeder Mail/ Whatsapp, wie sehr ihr Herz in Mosambik geblieben ist und wie groß der Wunsch ist, dorthin so schnell wie möglich zurückzukehren. Neben den Infos über die weiteren Entwicklungen in Inhambane / Nhapupwe erfährt man auch persönlichere Geschichten der Kinder und viele Hintergründe. Traurige Geschichten, Geschichten die einen aufgrund Ihrer Ungerechtigkeit unfassbar wütend machen und Gott sei Dank eine Menge toller, optimistischer und motivierender Geschichten. Nicht nur Gesine, sondern das ganze Nhapúpwè- Team arbeiten mit grenzenloser Energie und einem vorbildlichen Idealismus.

Wie geht es weiter?

Um die Kinder nicht mehr „nur“ bis zur 5. Klasse unterrichten zu können, werden neue Klassenräume benötigt. Das gesamte Vereinsgrundstück inklusive der Vor- und Grundschule muss umzäunt werden, Wege für Rollstuhlfahrer angelegt werden und natürlich kosten auch die Aus- und Weiterbildung der Pädagogen Geld. Wenn Ihr also noch auf dem Suche nach einem Projekt seid, dass rundum förderungswürdig ist und bei dem jeder Cent an der richtigen Stelle landet – hier habt ihr es gefunden!

Mehr zu Nhapúpwè und den Fördermöglichkeiten: http://www.nhapupwe.org/de/index.html

 

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