Großes Update: Was das neue Skype alles kann

Skype gilt als der Dinosaurier unter den Kommunikationsprogrammen. Lange bevor es WhatsApp oder den Facebook Messenger gab, konntet ihr mit diesem Programm schon Telefongespräche über das Internet führen. Doch über die Jahre hat der Klassiker etwas Staub angesetzt. Mit einem neuen Update will Microsoft nun für eine Frischzellenkur sorgen und Skype fit machen für den Kampf gegen Snapchat & Co. Wir haben uns für euch angesehen, was das neue Skype alles kann. Doch vorher wagen wir einen kleinen Blick auf die Historie des Messaging-Dienstes.

Ein Messenger mit europäischer Historie

Obgleich sich Skype heutzutage in den Händen des US-Giganten Microsoft befindet, hat das Programm als eines von ganz wenigen seiner Art seinen Ursprung nicht in den Staaten, sondern in Europa. So wurde die Software einst in Estland von dem Entwickler-Trio Ahti Heinla, Priit Kasesalu und Jaan Tallinn kreiert. Am Anfang hörte das Projekt auf den Namen „Sky peer-to-peer“, woraus später „Skyper“ wurde. Schließlich erfolgte im Jahre 2003 die Umbenennung in Skype.

Unter diesem Namen nahm eine rasante Erfolgsgeschichte ihren Lauf und die Nutzerzahlen stiegen in Windeseile an. Alleine bis Ende 2004 waren es schon mehr als 46 Millionen Downloads weltweit. Das machte natürlich auch die Global Player auf das Projekt aufmerksam und so erfolgte schon 2005 die Übernahme durch eBay. Nachdem sowohl Google als auch Facebook und Microsoft Interesse an Skype bekundet hatten, übernahm das letztgenannte Unternehmen den Messenger-Dienst schließlich 2011 für stolze 8,5 Milliarden US-Dollar. Seither ist Skype eine Microsoft-Tochter und löste bald schon den Windows Live Messenger komplett ab.

Stories-Funktion wie bei Snapchat

 

Um nun auch im Jahr 2017 wettbewerbsfähig zu bleiben, hat man sich bei Skype ein bisschen bei der Konkurrenz umgesehen. So zählt zu den wichtigsten Neuerungen im Rahmen des großen Updates ein sogenanntes Highlights-Feature, das sich an den Snapchat Stories orientiert. Das bedeutet, dass ihr zukünftig auch bei Skype eine Art zeitlich begrenzten Status posten könnt. Dieser bleibt bei Skype Highlights – im Gegensatz zu anderen Diensten, wo es nur 24 Stunden sind – sieben Tage lang online, ehe er automatisch wieder gelöscht wird.

Möglich sind Postings, die Bilder und Videos enthalten – eben ganz nach dem Vorbild von Snapchat. Auch bei Instagram, WhatsApp und im Facebook Messenger gibt es solche Funktionen bekanntlich inzwischen. Wenn ihr möchtet, könnt ihr eure Skype Highlights noch mit Texten, Scribbles oder lustigen Emojis ausschmücken. Sonderlich innovativ ist das Ganze zwar nicht, aber offenbar verspricht man sich bei Skype davon, die jüngere Zielgruppe zu erreichen.

Noch mehr Interaktivität

Bei den Skype Highlights als Neuerung bleibt es natürlich nicht. Das große Update bringt auch noch das eine oder andere weitere Feature mit sich. So soll Skype zukünftig noch deutlich interaktiver sein. Dafür sorgen die Einbindung von Cortana und Add-ins. Auch Chat-Bots werden zukünftig mit dazu gehören. Ihr wollt in eurem Lieblingsrestaurant einen Tisch reservieren, ohne dazu das Programm verlassen zu müssen? Das neue Skype macht es möglich. Auch smarte Lautsprecher soll der Dienst zukünftig unterstützen. Ob das Messenger-Urgestein durch diese Modernisierungen tatsächlich wieder verlorengegangene Marktanteile zurückerobern wird?

Ein neues, minimalistischeres Design

Um Skype frisch und zeitgemäß erscheinen zu lassen, wurde auch am Design einiges verändert. Jahrelang dominierte hier die charakteristische Farbe Blau. Dies gehört ab sofort der Vergangenheit an. Denn die eher minimalistische neue Optik wird bestimmt von Schwarz und Weiß. Das bedeutet allerdings nicht, dass sich Skype jetzt ein „Graue-Maus“-Image zu Eigen machen möchte.

Denn an anderer Stelle wird es in der Skype-App nun sogar richtig bunt. Denn in den Chat-Bubles könnt ihr fortan farbliche Anpassungen vornehmen ganz nach Lust und Laune. Um noch mehr Leben in eure Konversationen zu bringen, lassen sich Emojis, GIFs und Sticker im Nu in die Nachrichten einfügen und an eure Kontakte versenden. Auch der Zugriff auf die Kamera eures Smartphones ist über die Skype-App in Zukunft besonders unkompliziert. Mit nur einem Wisch seid ihr in der Kamera-Anwendung drin und könnt Fotos oder Videos aufnehmen und direkt via Skype verschicken. Nachdem die Skype-Android-App als erstes mit dem Update dran ist, werden iOS, Mac und Windows 10 zeitnah folgen.

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Über den Autor

Der Halbfinne liebt das Reisen, wobei er als regelrechter Smartphone-Junkie niemals auf sein Mobiltelefon verzichten möchte. Technische Innovationen interessieren ihn nicht zuletzt auch deshalb, weil sie das ortsunabhängige Arbeiten leichter machen.

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