Apple Pay vs. Google Pay – der große Vergleich

Noch immer sind große Teile der Deutschen eher kritisch eingestellt, wenn es um das Bezahlen mit dem Smartphone geht. Ob sich das durch den Start von Apple Pay ändern könnte? Zumindest habt ihr nun die Auswahl zwischen diesem Bezahldienst und Google Pay. Wir stellen die beiden konkurrierenden Angebote einander gegenüber und zeigen euch, wie sie funktionieren und wo jeweils Vor- und Nachteile liegen.

Wie funktioniert Apple Pay?

Um mit Apple Pay bezahlen zu können, benötigt ihr lediglich die Wallet-App von Apple, in welcher eine digitale Kopie eurer EC-Karte oder Kreditkarte hinterlegt wird. Wenn ihr nun an der Kasse euer iPhone, euer iPad oder auch eure Apple Watch an das Bezahlterminal haltet, wird der Bezahlvorgang via NFC durchgeführt. Beim kontaktlosen Bezahlen mit Apple Pay werden laut dem US-Unternehmen keinerlei Daten über Transaktionen gespeichert.

Mit welchen Bank- und Kreditkarten lässt sich Apple Pay nutzen?

Apple Pay könnt ihr bislang bereits mit den Bankkarten von Boon., Bunq, Comdirect, Deutsche Bank, Fidor Bank, Hanseatic Bank, HypoVereinsbank, N26, O2 Banking, Ticket Restaurant Edenred und VIMpay nutzen. In Kürze soll dies auch mit den Karten von Consorsbank, Consors Finanz, Crosscard, DKB, Fleetmoney, ING, Revolut, Sodexo und Viabuy möglich sein. Ihr möchtet lieber eine Kreditkarte verwenden? Kein Problem – auch mit eurer Visa-Card, Mastercard oder American Express-Kreditkarte funktioniert das Ganze.

Wo könnt ihr mit Apple Pay bezahlen?

Grundsätzlich könnt ihr Apple Pay überall dort einsetzen, wo kontaktloses Bezahlen angeboten wird. Das geht zum Beispiel bei bekannten Ketten wie Aldi, dm, McDonald’s, Real, Saturn, Starbucks, Vapiano oder Zara und noch ganz vielen mehr. Darüber hinaus könnt ihr den Bezahldienst auch bei diversen Apps zum Einsatz bringen. Unter anderem Booking.com, Flixbus, Hotels.com oder Ryanair bieten diesen Service an.

Wie funktioniert Google Pay?

Damit Google Pay auf eurem Smartphone funktioniert, sollte auf diesem mindestens das Betriebssystem Android 4.4 Kitkat installiert sein. Außerdem muss die Displaysperre beziehungsweise Gerätesperre auf aktiv eingestellt sein. Was bei Apple Pay nicht geht, ist mit der größte Vorteil des Google-Systems: Ihr könnt es mit dem beliebten Bezahldienst PayPal sowie VIMPay verknüpfen. Generell unterscheidet sich die Funktionsweise beim Bezahlen nicht von der beim Konkurrenten.

Mit welchen Bank- und Kreditkarten lässt sich Google Pay nutzen?

Neben der möglichen Verknüpfung mit eurem PayPal-Account könnt ihr Google Pay auch im Zusammenspiel mit einigen Bankkarten benutzen. Dazu gehören bislang Boon., BW Bank, Comdirect, Commerzbank, N26 und revolut. Die DKB wird 2019 hinzukommen. In dieser Hinsicht besteht bei Google Pay also durchaus noch Luft nach oben.

Wo könnt ihr mit Google Pay bezahlen?

Dort, wo kontaktlose Zahlungen möglich sind, könnt ihr auch Google Pay einsetzen. Dazu gehören verschiedenste Unternehmen wie etwa Adidas, H&M, Kaufland, Netto, Media Markt und Tchibo, um nur einige wenige prominente Namen zu nennen. Ebenso wie bei Apple Pay ist auch das Bezahlen innerhalb von verschiedenen Apps möglich, zum Beispiel bei Asos, Deliveroo oder Flixbus.

Apple Pay oder Google Pay – was ist besser?

Ob ihr euch letztendlich für Apple Pay oder Google Pay entscheidet, wird vermutlich in erster Linie daran liegen, welches Smartphone ihr bereits besitzt. Objektiv betrachtet haben beide Systeme ihre Vor- und Nachteile. Während bei Apple das Thema Datenschutz höher gewichtet wird, ist die Verbindung mit PayPal bei Google eine praktische Sache. Im Hinblick auf die generelle Funktionsweise gibt es allerdings kaum Unterschiede zwischen den beiden Angeboten.

Welche Alternativen zu den beiden Bezahldiensten gibt es?

Ihr müsst euch nicht zwangsläufig entweder für Apple Pay oder Google Pay entscheiden – es gibt auch andere Möglichkeiten zum mobilen Bezahlen. Wenn ihr ein Smartphone von Samsung euer Eigen nennt, könnt ihr zum Beispiel Samsung Pay benutzen. Payback Pay hingegen kann unter Android und iOS gleichermaßen eingesetzt werden. Leider machen erst wenige Unternehmen mit. Und schließlich gibt es da auch noch die Sparkassen-App zum kontaktlosen Zahlen. Sie läuft unter Android und ist leider kostenpflichtig.

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Über den Autor

Der Halbfinne liebt das Reisen, wobei er als regelrechter Smartphone-Junkie niemals auf sein Mobiltelefon verzichten möchte. Technische Innovationen interessieren ihn nicht zuletzt auch deshalb, weil sie das ortsunabhängige Arbeiten leichter machen.

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